Barrierefreiheit

Warum Barrierefreiheit allen etwas bringt – für ein barrierefreies Petershagen/Eggersdorf

Was versteckt sich hinter dem Begriff Barrierefreiheit?

Grob gesagt, heißt es etwas so zu gestalten, dass es von allen, auch von Menschen mit Beeinträchtigungen, genutzt werden kann. Barrierefreiheit umfasst alle Bereiche des täglichen Lebens. Nicht nur Bauwerke, wie Wohnungen, Gehwege oder öffentliche Einrichtungen, sondern auch Informationsangebote, wie Schilder, Webseiten oder andere Anzeigesysteme sollen barrierefrei sein.

Was bringt uns das?

Nehmen wir nur das Beispiel „rollstuhlgerecht“. Von einer rollstuhlgerechten Bauweise profitieren nicht nur Menschen die tatsächlich auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Es profitieren auch Menschen die dauerhaft oder zeitweise Gehhilfen benötigen. Genauso wie Eltern mit Kinderwagen oder auch kleine Kinder, die noch ein paar Schwierigkeiten mit großen Stufen haben. Und spätestens, wenn Sie mit einem schweren Rollkoffer unterwegs sind, freuen auch Sie sich über eine rollstuhlgerechte Gestaltung.

Ebenso wird unsere Gesellschaft älter. So wie wir für Kinder und Jugendliche unter anderem Kita- und Schulplätze schaffen müssen, bedürfen auch unsere Älteren unserer Aufmerksamkeit. Leider geht mit steigendem Alter auch die körperliche Leistungsfähigkeit zurück. Gewohnte Wege werden schwerer, die Sehkraft nimmt ab. Hier muss geholfen werden. Wege müssen leichter und Informationstafeln gut lesbar gestaltet sein. Wenn allerdings grundsätzlich auf Barrierefreiheit geachtet würde, müssten wir uns diesem Thema gar nicht mehr widmen, da schon alles so gestaltet wäre.

Petershagen/Eggersdorf hat im Dezember 2016 den Beitritt zur Erklärung von Barcelona (https://www.tuebingen.de/Dateien/Erklaerung_von_Barcelona.pdf) beschlossen und sich damit bereit erklärt Maßnahmen zur Barrierefreiheit zu ergreifen und zu unterstützen. Doch Worten müssen auch Taten folgen. In einer Zusammenarbeit ehemaliger und aktiver Behindertenbeauftragten der Gemeinde ist eine Ist-Beschreibung für viele Orte in der Gemeinde entstanden, die aufzeigt wo es Probleme und Nachholbedarf gibt. Diese muss fortgeführt und vervollständigt werden. Ein Maßnahmenkatalog zur Umsetzung von Barrierefreiheit im Doppeldorf muss geschaffen werden. Dies ist ehrenamtlich nicht zu leisten. Hier muss die Gemeindeverwaltung personell unterstützen. Ideal wäre auch ein Fördertopf, der anteilig Umbaumaßnahmen in privaten öffentlichen Einrichtungen unterstützt.