Essen für Kitas und Schulen

Gesundes und leckeres Essen an Schulen und Kitas

 

Ein weiteres umstrittenes Thema ist die Mittagsversorgung unserer Kinder in Schulen und Kitas. Momentan werden die Schulen und Kitas durch externe Anbieter warmverpflegt. Heißt, dass Essen wird vorgekocht geliefert und muss daher auf höhere Temperatur gebracht und über längere Zeit warmgehalten werden. Ernährungsphysiologisch gesehen nicht unbedingt die erste Wahl. Zudem ist der Einfluss auf Qualität des Essens und Gestaltung des Speiseplanes eher gering. Nur wie ginge es anders?

 

Bereits für dieses Jahr war die Umstellung von einigen Kitas auf die Versorgungsvariante „Cook&Freeze“ vorgesehen. Dies würde bedeuten, dass zum größten Teil vorgefertigte Waren tiefgefroren angeliefert und dann in den Kitas erhitzt und gegebenenfalls um frische Zutaten ergänzt werden. Hat den Vorteil, dass das Essen nicht stundenlang warmgehalten werden muss und dass die jeweiligen Einrichtungen flexibler in der Gestaltung ihres Speiseplanes wären. Dafür müssen jedoch die Küchen in den Kitas teilweise mit erheblichen Aufwand erweitert, um- und ausgebaut werden sowie zusätzliches Küchenpersonal eingestellt werden. Ebenso müssen Lieferabläufe, Lagerkapazitäten und die Abfallentsorgung geklärt werden. Was natürlich entsprechende Kosten verursachen würde. Aufgrund der zu erwartenden hohen Kosten ist diese Umstellung daher noch nicht vorgenommen worden. Zudem sollen weitere Alternativen geprüft werden.

 

Weiter müsste betrachtet werden, dass auch nicht in jeder Einrichtung Platz für eine Küchenerweiterung wäre.

 

Daher mein Vorschlag dazu. Es sollte eine zentrale Küche für die Gemeinde geben. Diese würde in einem ersten Schritt Kitas und Schulen, welche es wünschen, mit Warmverpflegung versorgen. Das hätte zu mindestens den Vorteil, dass die Warmhaltezeiten geringer und der Einfluss auf Qualität des Essens und das Speiseangebot sehr hoch wären. Nötig wären dafür lediglich ein relativ zentral gelegenes, einfaches Funktionsgebäude, Küchenpersonal, Liefermöglichkeiten sowie die Küchenausstattung, welche angepasst an den Bedarf, gemietet oder geleast werden kann. Ob diese Küche selber mit „Cook&Freeze“ arbeitet oder alles frisch zubereitet könnte variabel entschieden werden. Die benötigten Geräte sind nahezu die gleichen, nur der Personalaufwand dürfte beim „selber kochen“ etwas höher sein. Dies wäre dann auch eine Preisfrage.

 

In einem weiteren Schritt, unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde, könnten dann in den einzelnen Kitas und Schulen kleinere Küchen eingerichtet werden, in welchen das in der Zentralküche vorbereitete Essen gekocht wird. Dies ist mit den entsprechenden Geräten auch ohne großen Personal- und Platzaufwand möglich. Aufwand für Lagerung oder Abfallentsorgung würde in den einzelnen Einrichtungen nahezu keiner entstehen, da mit der frischen Anlieferung jeden Tag lediglich kleine Kühlmöglichkeiten benötigt würden und die Abfälle sofort am Folgetag im Austausch mitgenommen werden könnten. Ebenso würde damit der Lieferverkehr auf kurze, kleine Lieferungen, anstatt großer, länger dauernder Lieferungen für mehrere Tage, beschränkt.  Mit dieser Lösung würden auch die letzten Warmhaltezeiten wegfallen und das Essen könnte genau zur richtigen Zeit „aus dem Ofen auf den Tisch“. Die Qualität des Essens wäre damit optimal.