Ortsentwicklung

Ortsentwicklung als Gesamtkonzept betrachten oder warum eine Konzentration auf einzelne Punkte nicht immer sinnvoll ist.

 

Politik ist für mich immer ein Vermitteln zwischen den Interessen vieler. Kinder, Schülerinnen und Schüler, Familien, Berufstätige, Seniorinnen und Senioren, Gewerbetreibende und viele andere haben eigene spezifische Interessen und Ziele. Aufgabe der Politik ist es diese Interessen und Ziele zu erfassen und abzuwägen, wie man sie erreichen kann. Dazu muss man jedoch die einzelnen Ziele kennen, das heißt mit vielen ins Gespräch kommen, ihre Sorgen, Nöte und Anregungen ernst nehmen. Gleichzeitig muss beachtet werden, was man sich leisten kann.

Welche Aufgaben können erledigt werden und wie können diese finanziert werden? Dieser Ausgleich ist eine schwierige Aufgabe, derer ich mir bewusst bin.

 

Um diese Aufgabe anzugehen, ist es wichtig zu verstehen, dass die Entwicklung des Doppeldorfes nicht als Ansammlung von Einzelmaßnahmen zu sehen ist. Man kann natürlich einfach Wohnungen bauen, dabei müsste jedoch beachtet werden, wo diese entstehen sollen, vorrangig in der Nähe des Bahnhofes, in der Nähe von Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten, Schule und Kitas. Wenn es jedoch einen attraktiven, regelmäßigen Busverkehr gibt, sind diese Standortfaktoren gar nicht mehr so wichtig. Wenn man dann den Busverkehr betrachtet, muss man natürlich überlegen, wo die Haltestellen dafür sein sollen. Wenn es in den einzelnen Wohnquartieren der Gemeinde zentrale Anlaufstellen inklusive Fahrradabstellplätzen gäbe, wäre es sinnvoll, dort auch den Bus halten zu lassen. Das führt zur Überlegung was zentrale Anlaufstellen sind, Kitas, Schulen, Einkaufseinrichtungen, Ärzte, Gewerbe. Diese gibt es nicht überall. Warum also nicht zentrale Anlaufstellen schaffen. Was bringt eine große Kita, die nicht zu Fuß erreicht werden kann. Warum nicht kleine Kitas in den einzelnen Wohnquartieren, vielleicht verbunden mit einer Tagespflegeeinrichtung für Pflegebedürftige? Hier müsste man sich dann fragen, ob jede kleine Kita eine eigene vollständige Küche haben muss, oder ob nicht eine zentrale Küche, die alle bestens versorgt, günstiger wäre. Man könnte diese Liste jetzt noch unendlich weiter führen, sie soll jedoch nur verdeutlichen, dass einzelne Entscheidungen immer in einem Gesamtzusammenhang betrachtet werden müssen.

 

Dazu muss aber klar sein, wohin sich Petershagen/Eggersdorf in den nächsten Jahren entwickeln soll. Weiteres Wachstum oder der Versuch den jetzigen Stand zu halten. Wollen wir so weiter machen wie bisher und der Entwicklung hinterher laufen, oder zielgerichtet die zukünftige Entwicklung der Gemeinde vorantreiben?

 

Mein Ziel ist es unsere Gemeinde, gemeinsam mit Ihnen, zukunftsfähig zu gestalten. Hin zu einer modernen, an den Interessen der Menschen die dort leben, orientierten Gemeinde.